Osterwede - Der Modellbahnblog von Carsten Blanke. Tests - Bauberichte - Bautagebuch
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Kistenlack | 14. Februar 2017
Wird Zeit, endlich mal wieder einen Schlag ran zu hauen. Am vorletzten Wochenende passten Wetter und Temperaturen mal wieder, sodass die Segmentkästen abgeschliffen und mit Vorlack versehen werden konnten. Leider trocknete dieser in der Garage nicht so gut, weshalb die Kästen in den Heizungsraum umziehen mussten und ich mir doch einiges an Klagen aufgrund der Geruchsbelästigung anhören durfte. Stinkt schon sehr, das Zeug. Umso weniger müffelt der Anstrich mit Farben der Firma Wilckens. Sie ließen sich sehr gut mit dem Pinsel auftragen und mit der Schaumstoffrolle verteilen. Nach erneutem Feinschliff und finalem Anstrich in Moosgrau (RAL 7003) sind die Kisten nun fast fertig für den Gleisbau.

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Heidjer Sechsachser | 01. Februar 2017
Die Bombardier Blue- bzw. Red-Tiger haben mich schon immer beeindruckt - im Original, wie im Modell. Im Jahre 2006 gab es für mich dann die Mehano-Version der Mindener Kreisbahn zu einem Miba-Abo dazu, mein Wunsch war jedoch immer die OHE-Version. Doch diese war damals recht begehrt, selten und schnell vergriffen. Die Gebraucht-Preise der letzten Jahre waren ebenfalls nicht mehr tragbar.
Umso mehr freute mich die Nachricht eines Warendorfer Modellbahnhändlers, der die Lok zu einem humanen Vorbestellpreis 2017 wieder auflegt. Und während die OHE langsam in der Versenkung verschwindet und bis auf eine Maschine alle Loks wieder verkauft hat, lange ich beim Modell zu! Mal schauen, wann sie kommt.


OHE 330090 zu Gast in Bremervörde-Süd | 15. September 2004
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Aufräumen | 29. Januar 2015
Wie in jedem Jahr sind die Vorjahresbeiträge ins Archiv gewandert. Viel Spaß beim Nachlesen!
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Nur Bahnhof | 28. Januar 2017
Das Bahnhofsgebäude für Osterwede 2 stand bei mir schon länger zur Diskussion. Startete ich euphorisch mit MKBs Amelinghausen, erscheint mir der Bau für das erst später geplante Segment viel zu wuchtig. Mir steht der Sinn eher nach einem viel kleineren und verputzten Bau. Die im Kopf herumgeisternden Gebäude sind optisch an Bremervörde-Süd oder Gnarrenburg an der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn angelehnt, von der Größe her allerdings zum Beispiel am Bahnhof Hinte an der Kleinbahn Emden-Pewsum-Greetsiel. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit.
Bleibt dem gediegenen Modellbauer wohl nur der Selbstbau, oder ein umfangreiches Kitbashing mit umsichtig gewählter Basis. Ein erstrebenswertes Ziel könnte dies hier sein:


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Nachwuchssorgen? | 27. Januar 2017
Wenn man den Modellbahnfirmen und Internetforen-Predigern Glauben schenken darf, dann ist einer der Gründe für die angespannte Situation auf dem Markt im fehlenden Nachwuchs zu finden. Bestimmt ist das ein Faktor, aber pauschal würde ich das so jedoch nicht stehen lassen. Sicher ist, wer keinen Bezug zur kleinen oder großen Bahn hat und die Modellbahn nicht als Spielzeug im eigentlichen Sinne vorgesetzt bekommt, der wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch später nicht wirklich dafür interessieren. In diese Kerbe schlagen die Hersteller und versuchen, mit „entfeinerten“ Kindermodellen oder gleich mit digital überfrachteten Startpackungen samt Handy- oder Tablet-Steuerung zu ködern.
Für mich gibt es da jedoch nur einen Weg: Wenn die Eltern (ok, die Väter vermutlich) schon einen Hang zur Moba haben, dann ist es nicht mehr weit, bis die Kids mitgerissen sind. Das funktioniert allerdings nur, wenn man die Sorgen, dass die lieben Kleinen auch mal was Kaputtspielen, ablegt und sie (in gewissen Grenzen, ja ja) einfach machen lässt. Ich habe in den ersten Jahren schlicht zur Vorsicht gemahnt und meinen Junior machen lassen. Richtig etwas zerstört wurde auf diese Art weder irgendwas an der Modellbahn, noch an seiner Lust zur Modellbahn – und das ist gut so. Er „dankt“ es mir mit großen Interesse am Hobby und dem Wunsch nach einer eigenen Anlage.
Wenn die Hersteller mit ihrer Preispolitik nun noch darauf achten, dass die „Durchschnittsfamilie“ sich den Spaß auch noch leisten kann, dann ist allen geholfen.
Ideengeber für diese Gedanken war der hervorragend organisierte 2. Osterholzer Modellbahntag, bei dem mir wiedermal sehr positiv aufgefallen ist, wieviele Kinder sich doch noch für dieses Thema interessieren und auch recht einfach zu begeistern sind.


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Glücksspiel | 14. Januar 2017
Dieser Jahresstart lässt den Eindruck erwecken, dass bei mir die Epoche VI ausgebrochen ist - ist aber nicht so. Ich schaue nur über den Tellerrand. Klar, oder? Es wird demnächst auch wieder kleinbahniger, versprochen.
Seit einigen Wochen schon beobachte ich auf Ebay den Abverkauf von Rocos V60 in verschiedenen Ausführungen und zu einem minimalen Taschengeld-Tarif. Laut Verkäufer handelt es sich dabei um 2.Wahl-Artikel, die "vollständig und funktionsfähig" seien, jedoch bei der Qualitätskontrolle durchgefallen sind. Glücksspiel. Heute nun kam eine Maschine, äußerlich perfekt und vollständig, läuft recht gut bis auf ein leichtes "Stangenklappern und Zucken im Antrieb". Also wurde das Fahrwerk zerlegt, die vollkommen verbogenen Stromabnehmer gerichtet und die Maschine wieder zusammengebaut. Ergebnis ist ein seidenweicher und ruhiger lauf, bei Trafo auf Anschlag zeigt sie minimales Längsruckeln, das absolut verschmerzbar ist. Experiment geglückt, würde ich sagen.


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Gibt's denn hier kein' Lift? | 13. Januar 2017
Die neue Anlage wird einen (nur) 1,7m langen Fiddleyard besitzen, weshalb ich mir Gedanken über das Umlaufen von Lokomotiven machen musste. Zuviele Weichenverbindungen nehmen zuviel nutzbare Gleislängen, eine Drehscheibe ebenso. Also nehmen wir das "Fiddeln" beim Wort und nutzen am Gleisende des Yards den Loco-Lift von Peco.
Zunächst erschien mir das Konstrukt recht labil, aber im Probebetrieb sogar mit langen und schweren Loks war das alles kein Problem mehr. Für 20€ eine schöne Umsetzhilfe.

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Neulich an der Modellbahn-Theke | 06. Januar 2017
Was darf’s denn in diesem Jahr sein?
Die Neuheiten-Ankündigungen sind noch nicht durch, weshalb Anschaffungsplan und Budget noch nicht aufeinander abgestimmt werden konnten. Dennoch konnte ich mir ein paar Gedanken machen, in welche Richtung ich möchte. Ein paar Wunschmodelle, die im letzten Jahr den Weg in meine Sammlung gefunden haben, die jedoch weder in meine Epoche, noch mein eigentliches Sammelgebiet passen, regten zum Nachdenken an. Plötzlich war nicht mehr nur die norddeutsche Kleinbahn der Epoche III, ein wenig DSB und noch weniger Britisches im Regal zu finden, sondern auch Dinge aus späteren Epochen, bis in die heutige Zeit. Sicher liegt das daran, dass man auch mal wieder an der Strecke steht und doch das ein oder andere reizvolle Objekt findet, welches eine Modellumsetzung wahrlich verdient hat.
Für mich ist dabei entscheidend, dass ich noch immer einen regionalen oder persönlichen Bezug finde und ein Einsatz auch auf einer Nebenstrecke erklärbar bleibt. Daraus entstand z.B. diese Kombination, die derzeit auf der (betrieblich leider im Sterben liegenden) Osthannoverschen Eisenbahn zu beobachten ist – sogar mit der korrekten Vorbildmaschine 261 036-8...

 
Das Brawa-Modell stand schon seit Erscheinen auf dem Wunschzettel und ist nun die erste Neuanschaffung 2017, da sie zu einem sehr guten Kurs angeboten wurde. Sie ist einwandfrei detailliert und läuft analog sehr gut unter dem Heißwolf-Regler.

Auf meinen neuen Segmenten, deren Betrieb leider vor Weinachten noch nicht aufgenommen werden konnte, wird dann viel mehr Raum für entspanntes Rangieren – auch in modernen Epochen - sein, als im alten Osterwede. Leider bin ich in Sachen Rohbau bzw. Streichen auf gutes Wetter und angenehme Temperaturen angewiesen, weshalb es noch einen Moment dauern dürfte, bis die ersten Räder rollen.
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Haltung bewahren | 05. Januar 2017
Bevorstehende Messen und Neuheiten-Ankündigungen der Modellbahnhersteller bringen in diesen Tagen wieder die schönsten Meinungsauswüchse in den einschlägigen Moba-Foren hervor. Und immer wieder denke ich mir, (a) warum lese ich das alles, (b) wie muss man drauf sein, um so viel Müll zu verbreiten und (c) warum sich manche Menschen überhaupt noch mit der Modellbahn befassen müssen, wo sie doch scheinbar von den Herstellern nach Strich und Faden ausgenommen, verschaukelt und hingehalten werden.
Im Endeffekt amüsiere ich mich köstlich und bin froh, das Hobby persönlich noch als Hobby und nicht als Lebenssinn anzusehen.
Klar wundert man sich auch manchmal über die Geschäftsgebaren mancher Hersteller, aber da kann man unter dem Hobby-Aspekt doch wohl locker drüber stehen. Wird mein Wunschmodell heute nicht geliefert, sondern morgen – auch gut. Ist die Umsetzung missglückt, bleibt sie im Laden – schade, aber gut für das eigene Budget. Für mich jedenfalls nicht mehr als ein Kopfschütteln und Weitermachen, anstatt einer Online-Kundgebung samt Boykott-Aufruf für diese persönliche Beleidigung. Aber so ist das heute eben. Die falsche und übermäßige Nutzung und Benutzung der in den letzten 20 Jahren eröffneten medialen und persönlichen Produktions- und Verbreitungskanäle ist hier schon ein Faktor, der (auch für die Modellbahn-Wirtschaft) nicht zu unterschätzen ist.
Mein Wunsch: Mehr Nachdenken, mehr Ruhe und Gelassenheit walten lassen und wieder mehr genießen. Letzteres kommt dann von ganz allein. Diese Gedanken habe ich genutzt und verschiedenen Foren und Plattformen schon im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt.
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(c) www.osterwede.de | 2017